Bio-Siegel auf Lebensmittelverpackungen

Ernährung

Bio-Siegel: Was steckt wirklich dahinter?

2. April 20174 Min. Lesezeitvon Natalie

Bio hier, Bio da: Die Nachfrage steigt rasant. Ein Überblick über EU-Bio-Siegel, deutsches Bio-Siegel und die strengeren Verbandssiegel.

Bio-Produkte werden immer beliebter und die Nachfrage steigt rasant. Doch was von diesem Bio ist wirklich Bio? Ein Blick auf die wichtigsten Siegel lohnt sich.

EU-Bio-Siegel

Das grüne Blatt aus Sternen ist seit 2010 für alle vorverpackten Bio-Lebensmittel aus der EU Pflicht. Es steht für die gesetzlichen Mindeststandards des ökologischen Landbaus: kein chemisch-synthetischer Pflanzenschutz, keine Gentechnik, begrenzte Zusatzstoffe und Vorgaben zur Tierhaltung. Unter dem Siegel steht immer die Codenummer der Kontrollstelle.

Deutsches Bio-Siegel

Das sechseckige deutsche Siegel wird freiwillig zusätzlich verwendet. Inhaltlich entspricht es den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung, es ist vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern aber vertrauter.

Verbandssiegel

Anbauverbände wie Demeter, Bioland oder Naturland arbeiten mit deutlich strengeren Richtlinien als der gesetzliche Mindeststandard. Dazu gehören meist die Umstellung des gesamten Betriebs, mehr Fläche pro Tier, eigenes Futter aus der Region und eine kürzere Liste erlaubter Zusatzstoffe.

Worauf Sie im Einkauf achten können

  • Bio-Siegel und Kontrollnummer prüfen, nicht nur grüne Verpackungen
  • Begriffe wie natürlich, aus kontrolliertem Anbau oder regional sind nicht geschützt
  • Saisonal und regional einkaufen bringt oft mehr als ein Siegel aus Übersee
  • Bio bedeutet nicht automatisch kalorienarm oder gesund

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