
Ernährung
Der Stoffwechsel: Was wirklich dahintersteckt
Beim Abnehmen fällt ständig der Begriff Stoffwechsel. Was dahintersteckt, welche vier Prozesse es gibt und warum man ihn nicht ankurbeln muss.
Wenn es ums Abnehmen geht, fällt oft und gerne der Begriff Stoffwechsel. Kuren, Diäten und Pulver werben damit, ihn zu beschleunigen. Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem angeblichen Wundermechanismus?
Durch Atmung und Ernährung nehmen wir wertvolle Nährstoffe auf: Sauerstoff, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, Mineralstoffe und Vitamine. Sie werden sofort verwertet, in den Zellen verarbeitet, gespeichert oder weitertransportiert. Der Stoffwechsel umfasst genau diese biochemischen Prozesse von Aufnahme, Umbau, Transport und Abbau.
Kohlenhydratstoffwechsel
Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten. Enzyme spalten sie in Einfachzucker, das Blut transportiert sie zu den Zellen, Leber und Muskulatur speichern einen Teil davon. Übersteigt die Energiezufuhr den Bedarf, wandert der Überschuss ins Fettgewebe und wir nehmen zu.
Fettstoffwechsel
Fette liefern doppelt so viel Energie wie Kohlenhydrate und Eiweiß. Ihre Hauptaufgabe ist die Speicherung: Was der Körper nicht braucht, legt er als Reserve an. Bei Unterversorgung greift er darauf zurück. Außerdem werden Fette für die Bildung von Hormonen benötigt, die unter anderem das Hungergefühl steuern.
Eiweißstoffwechsel
Eiweiß ist das Baumaterial des Körpers und besteht aus Aminosäuren. Anders als Kohlenhydrate und Fette kann der Körper Eiweiß nicht speichern, es wird in den Zellen ständig auf- und abgebaut. Die verbreitete Meinung, viel Eiweiß bringe automatisch viel Muskulatur, greift zu kurz: Ohne ausreichend Energie aus Kohlenhydraten fehlen dem Körper die Voraussetzungen, dieses Eiweiß überhaupt zu verbauen.
Mineralstoffwechsel
Mineralstoffe sind lebenswichtig und der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie regulieren den Wasserhaushalt, bauen Knochen und Zähne auf und aktivieren Enzyme. Zu den wichtigsten zählen Magnesium, Calcium, Kalium, Chlorid, Natrium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen, Fluor und Jod. Sowohl ein Defizit als auch ein Überschuss kann dem Körper schaden.
Fazit
Zur Energiegewinnung nutzt der Körper immer eine Mischform der Nährstoffe. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung liefert genug Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße und Mineralstoffe. Den Stoffwechsel müssen Sie dafür weder ankurbeln noch anregen oder beschleunigen.
Was beim Abnehmen wirklich hilft, ist Bewegung. Sie verbraucht Energie und bringt den Energiestoffwechsel in Gang.
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