Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel in Kapsel- und Tablettenform

Ernährung

Nahrungsergänzungsmittel: Brauchen wir das wirklich?

10. Februar 20174 Min. Lesezeitvon Natalie

Magnesium, Zink, Vitamin C: Die Küchenschublade ist voll. Wann Präparate sinnvoll sind und warum sie rechtlich keine Arznei sind.

Magnesium, Zink, Vitamin C. Ein Blick in die Küchenschublade oder in den Medizinschrank genügt: zahlreiche Tabletten, Kapseln, Dragees, Brausetabletten und Pulver aus alten Zeiten. Wer kennt das nicht?

Wer seinem Körper etwas Gutes tun will, greift schnell zu Nahrungsergänzungsmitteln. Die Anbieter versprechen ausgezeichnete Wirkung. Bei einer normalen, gesunden Ernährung sind die Präparate jedoch überflüssig. Sinnvoll sind sie dann, wenn eine Ärztin oder ein Arzt einen konkreten Mangel diagnostiziert hat. Wer sich ausgewogen ernährt, erhält alle notwendigen Nährstoffe aus Lebensmitteln.

Lebensmittel, keine Arznei

Nahrungsergänzungsmittel sind rechtlich Lebensmittel, die die normale Ernährung ergänzen. Sie unterliegen dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sowie der Nahrungsergänzungsmittelverordnung und brauchen keine Zulassung. Beim Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit werden sie lediglich registriert, nicht geprüft. Ein Nachweis über Wirksamkeit oder Sicherheit ist nicht erforderlich, Höchstmengen für Inhaltsstoffe sind nicht definiert.

Die Verbraucherzentrale hat mit klartext-nahrungsergaenzung.de eine Informationsplattform eingerichtet, auf der Sie sich zu einzelnen Produkten informieren und Fragen stellen können.

Sinnvolle Präparate gibt es durchaus. Die Frage ist immer, welche Wirkung Sie erwarten und ob Ihr Teller die Nährstoffe nicht schon liefert.

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